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wiki:heimatlos
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Heimatlos

Heimatlosigkeit ist ein Oberbegriff für sehr unterschiedliche Zustände, die selbstbestimmt sein können oder zwanghaft, Bestimmung oder Schicksal, Fluch oder Streben, siehe die Liste der Heimatlosen.

  • Der Vertriebene (изгнанник izgnannik) darf sich nicht an einem bestimmten Ort aufhalten, darüber hinaus gibt es keine Einschränkungen. Für ihn gibt es jedoch kein `zurück´, er wird ewig einsam und fremd bleiben.
  • Der vom Souverän Verbannte (ссыльный«) hat sich von diesem zwar weitmöglichst zu entfernen, darf dessen Machtbereich jedoch nicht verlassen, muss sich also an der Peripherie aufhalten, und wird zur liminalen Figur, zum Grenzgänger.
  • Der Abgeschobene oder Exilant muss diesen Machtbereich verlassen, also eine Grenze überschreiten.
  • Der Flüchtling ist vor etwas geflohen, das stärker war als seine Bindungen an einen Ort es erlaubten; er kann bei veränderten Bedingungen zurückkehren.
  • Der Suchende, Wandermönch, Pilger, Wandernde hat mit seinem Aufbruch bereits die einzige Grenze überschritten, die ihn hätte zurückhalten können, die Schwelle von Heim und Heimat. Das Ziel liegt nun im Weg, in der Bewegung, im Unterwegs-Sein.

Siehe auch Stranničestvo zu den russischen Verhältnissen und Reisen nach dem Zweiten Weltkrieg.


  • Meuter, H.
    Die Heimlosigkeit
    Ihre Einwirkung auf Verhalten und Gruppenbildung des Menschen.
    Jena 1925: Fischer
    »von regelmäßiger Berufs- (als Erwerbs-) arbeit unabhängige Globetrotter, Weltreisende, Erdenbummler; Forscher oder Weise oder Künstler (Lebenskünstler; manchmal auch Prophet oder produktive Künstler …)
  • Klaus Trappmann
    Landstraße, Kunden, Vagabunden. Gregor Gogs Liga der Heimatlosen
    Berlin: Gerhardt Verlag 1980
  • Kaplan C.
    Questions of Travel: Post­modern Discourses of Displacement
    Durham, N.C.; London; Duke University Press, 1996
  • Gerhard, Ute
    Nomadische Bewegungen und die Symbolik der Krise
    Flucht und Wanderung in der Weimarer Republik.
    Opladen: Westdeutscher Verlag. 1998. Inhalt u.a.:
    • Nomadische Bewegungen — Faszination und Abwehr
    • Wanderungsbewegungen und die Symbolik des Nomadischen
    • Flucht- und Wanderungsbewegungen in Krieg und Nachkriegszeit
    • »Lästige Ausländer« und Zerstreuungen vs. moderne Autozigeuner
    • Joseph Roth: Position eines antimodernen Nomaden
    • Straßen der Mobilmachung: Heinrich Hauser
  • Jordi, Jean-Jacques, Christelle Harrir, Aymeric Perroy
    Les valises sur le pont: mémoire du rapatriement maritime d'Algérie 1962.
    127 S. Rennes 2009: Marines.
  • Heiner Treinen
    Symbolische Ortsbezogenheit. Eine soziologische Untersuchung zum Heimatproblem.
    Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 17 (1965) 73-97, 254-297
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